Was eine Website kostet: Wovon der Aufwand abhängt und wie Sie Angebote vergleichen
Warum zwei Angebote für „eine Website“ weit auseinanderliegen, welche laufenden Kosten Sie erfragen sollten und woran Sie ein faires Angebot erkennen.
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Die Frage nach dem Preis kommt im Erstgespräch meist sehr früh. Das ist verständlich. Eine seriöse Zahl können wir an diesem Punkt trotzdem nicht nennen, weil „eine Website“ ungefähr so viel über den Umfang sagt wie „ein Haus“. Ein One-Pager für eine Ferienwohnung im Ennstal und eine Plattform, über die Mitglieder eines Verbands Seminare buchen und bezahlen, haben außer dem Wort wenig gemeinsam. Beides haben wir gebaut. Der Aufwand liegt trotzdem Welten auseinander.
Statt einer Preisliste beschreibe ich hier, wovon der Aufwand abhängt, welche laufenden Kosten Sie erfragen sollten und wie Sie Angebote so vergleichen, dass der Vergleich etwas aussagt.
Was den Aufwand bestimmt
Seitentypen, nicht Seitenzahl. Entscheidend ist, wie viele verschiedene Arten von Seiten es gibt: Startseite, Leistungsseite, Teamseite, Blogbeitrag, Kontaktseite. Zehn Leistungsseiten nach demselben Muster sind ein Seitentyp. Er wird einmal gestaltet, entwickelt und auf Handy und Desktop getestet. Eine einzige Seite mit eigenem Aufbau kann dagegen mehr Arbeit machen als zwanzig gleichartige.
Inhalte. Wer schreibt die Texte, wer macht die Fotos? Das ist in vielen Projekten der Punkt, an dem der Zeitplan hängt. Liefern Sie fertige Texte, ist das ein anderes Projekt, als wenn wir mit Ihnen gemeinsam Inhalte erarbeiten oder ein Texter aus unserem Netzwerk dazukommt. Auch das Übernehmen alter Inhalte ist Arbeit: sichten, kürzen, neu ordnen.
Eigenes Design oder angepasste Vorlage. Eine Vorlage anzupassen geht schneller. Sie bekommen aber ein Layout, das andere auch haben. Außerdem stoßen Sie früher an Grenzen. Ein eigenes Design entsteht bei uns als klickbarer Prototyp, den wir gemeinsam durchgehen und verbessern. Gibt es noch kein Logo und keine Farben, kommt das Branding vor der Website dazu.
Funktionen und Schnittstellen. Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Terminbuchung mit integrierter Bezahlung, wie bei der Kinesiologie-Praxis von Sarah Fraberger, ist ein eigener Baustein. Die Anbindung an bestehende Software hängt davon ab, was das andere System anbietet. Wir prüfen das vorab, damit es keine Überraschung im Projekt wird.
Online-Shop. Hier zählen Sortiment, Varianten, Zahlungsarten, Versand und die Frage, ob Bestellungen in eine Warenwirtschaft laufen sollen. Ein Shop mit wenigen Produkten auf Shopify ist schnell startklar. Ein Shop mit Lageranbindung braucht mehr Planung.
Mehrsprachigkeit. Eine zweite Sprache ist mehr als eine Übersetzung. Jede Seite gibt es doppelt, Navigation und Adressen müssen passen. Klären Sie früh, wer die zweite Sprache später pflegt.
Barrierefreiheit. Wird sie von Anfang an mitgedacht, gehört sie zu Gestaltung und Entwicklung dazu. Nachrüsten ist fast immer aufwendiger. Für viele Online-Shops gilt seit 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsgesetz, ausgenommen sind Kleinstunternehmen. Was das konkret heißt, steht in unserem Beitrag zum Barrierefreiheitsgesetz.
Laufende Kosten, nach denen Sie fragen sollten
Viele Angebote nennen nur die Erstellung. Eine Website braucht danach aber Hosting, eine Domain, ein SSL-Zertifikat und meist E-Mail-Postfächer. Dazu kommen Updates: Ein WordPress mit vielen Plugins will regelmäßig gepflegt werden, sonst wird es zum Sicherheitsrisiko.
Diese Fragen sollten Sie vor der Unterschrift stellen:
Welche laufenden Kosten fallen an? Was ist darin enthalten (Backups, Updates, Änderungen)?
Gibt es Lizenzen, die jährlich verlängert werden müssen, etwa für Premium-Plugins, Themes, Schriften, Bilder oder das Shopsystem?
Fallen beim Zahlungsanbieter Gebühren pro Transaktion an?
Auf wessen Namen ist die Domain registriert?
Wer hat die Zugänge zu Hosting, CMS und Statistik?
Für wen sind die Fotos lizenziert? Dürfen Sie sie nach einem Wechsel weiter verwenden?
Die letzten drei Fragen klingen nebensächlich. Sie entscheiden aber darüber, ob Sie später frei wechseln können. Wie wir Hosting und Betreuung regeln, steht auf der Seite Hosting & Betreuung.
Eine seriöse Zahl können wir so früh nicht nennen, weil „eine Website“ ungefähr so viel über den Umfang sagt wie „ein Haus“.
David LindenbauerCo-FounderAngebote vergleichbar machen
Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn sie dasselbe beschreiben. Geben Sie allen Anbietern dieselbe Beschreibung mit: welche Seitentypen, welche Funktionen, wer die Inhalte liefert, wie viele Sprachen. Prüfen Sie dann, was jeweils enthalten ist. Sind Texte dabei? Werden alte Inhalte übernommen? Gibt es Weiterleitungen von den alten Adressen, damit bestehende Google-Rankings nicht verloren gehen? Wie viele Korrekturschleifen sind eingeplant? Lernen Sie, Inhalte selbst zu pflegen?
Achten Sie besonders auf das Modell dahinter. Bei einem Website-Abo zahlen Sie monatlich, die Website gehört aber dem Anbieter. Kündigen Sie, ist sie weg oder muss abgelöst werden. Der Einstieg wirkt günstig. Rechnen Sie trotzdem über mehrere Jahre und lesen Sie genau, was bei Kündigung passiert. Bei einer einmaligen Erstellung zahlen Sie das Projekt einmal, Hosting und Betreuung laufen getrennt. So arbeiten wir: Die Website gehört nach Projektabschluss Ihnen. Hosting und Betreuung sind ein eigener, unbefristeter Vertrag, den Sie kündigen können.
Warnsignale
Ein Fixpreis ohne eine einzige Rückfrage zu Ihrem Vorhaben sagt, dass jemand ein fertiges Paket verkauft und nicht Ihr Projekt plant. Vorsichtig wäre ich auch, wenn die Domain auf die Agentur läuft, wenn Sie keinen eigenen Zugang zum System bekommen oder wenn sich Inhalte aus einem Baukasten nicht exportieren lassen. Ein Angebot, das nur eine Gesamtsumme ohne Positionen nennt, lässt sich nicht prüfen. Wer Ihnen „Platz 1 bei Google“ garantiert, verspricht etwas, das niemand garantieren kann.
Wie es bei uns läuft
Am Anfang steht ein kostenloses Erstgespräch. Wir fragen, was die Website leisten soll, wen Sie erreichen wollen und was es schon gibt. Danach schicken wir ein Angebot mit Seitenstruktur, Funktionsliste und Zeitplan, in dem alle Kosten offen stehen, auch die laufenden. Sie wissen also vor dem Start, worauf Sie sich einlassen.
Wenn Sie Ihr Vorhaben durchgehen wollen, schreiben Sie uns.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Können Sie nicht wenigstens eine grobe Hausnummer nennen?
Ohne Umfang wäre jede Zahl geraten. Geratene Zahlen bleiben trotzdem im Kopf hängen. Nach dem kostenlosen Erstgespräch wissen wir genug, um ein schriftliches Angebot mit allen Positionen zu schicken. Das ist für Sie verlässlicher als eine Schätzung am Telefon.
Wird es günstiger, wenn ich die Texte selbst schreibe?
Ja, der Aufwand auf unserer Seite sinkt. Planen Sie aber genug eigene Zeit ein, denn fehlende Texte halten Projekte öfter auf als jede technische Frage. Wir schauen Ihre Texte auf Struktur und Verständlichkeit durch, bevor sie online gehen.
Was passiert, wenn ich später zu einem anderen Anbieter wechseln will?
Die Website gehört Ihnen, also nehmen Sie sie mit. Wir übergeben Inhalte, Daten und Zugänge. Fragen Sie das auch bei jedem anderen Anbieter vor der Unterschrift nach.
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