Storyblok in der Praxis: Was wir aus unseren Projekten mitnehmen
Wie wir Storyblok in Projekten aufsetzen, warum Bausteine besser funktionieren als freie Layouts und bei welchen Websites das System mehr kostet, als es bringt.
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Bei der P·S·P GmbH stellt das Team neue Versicherungsangebote selbst online. Niemand muss dafür bei uns anrufen, niemand wartet auf einen Programmierer. Genau dafür setzen wir Storyblok ein. Als zertifizierter Storyblok-Partner haben wir inzwischen einige Projekte damit umgesetzt. Hier steht, was sich bewährt hat und wo wir Kunden von Storyblok abraten.
Was Storyblok anders macht
Storyblok ist ein sogenanntes Headless CMS aus Linz. „Headless“ heißt: Das System speichert nur die Inhalte. Wie sie auf der Website aussehen, entscheidet ein eigenes Frontend, das wir für Sie programmieren. Inhalt und Darstellung sind also getrennt.
Für die Redaktion ist der Visual Editor der wichtigste Teil. Sie sehen Ihre echte Website in einer Vorschau, daneben die Felder. Sie klicken auf eine Überschrift in der Vorschau und landen direkt im richtigen Feld. Wer bisher in einem klassischen Backend erst die passende Maske suchen musste, merkt den Unterschied am ersten Tag.
Storyblok ist eine Software, die als Dienst im Internet läuft (Software as a Service). Um Server, Updates und Sicherheit des Systems selbst kümmert sich der Anbieter. Bei unseren Projekten wählen wir die Datenregion in der EU.
Bausteine statt freier Seiten
Der eigentliche Wert entsteht nicht im CMS, sondern im Aufbau davor. Wir definieren für jede Website eine überschaubare Zahl von Bausteinen: einen Kopfbereich, Text mit Bild, eine Bildergalerie, eine FAQ, einen Kontaktbereich. Jeder Baustein hat klar benannte Felder. Redakteurinnen und Redakteure setzen ihre Seiten daraus selbst zusammen.
Beim Schloss Drosendorf haben wir 2025 so gearbeitet. Die Website läuft mit Nuxt und Storyblok, auf Deutsch und Englisch. Neben den Standardbausteinen gibt es eigene für Veranstaltungen, für Produkte und für eingebettete Inhalte. Kopf- und Fußbereich sind eigene Inhalte in Storyblok. Ändert sich ein Menüpunkt, passt das Team ihn an einer Stelle an. Er gilt dann auf allen Seiten.
Drei Dinge haben wir dabei gelernt:
Abstände gehören in den Baustein. Einen eigenen „Abstandhalter“, den man zwischen zwei Abschnitte schiebt, bauen wir nicht mehr. Er führt dazu, dass jede Seite ein wenig anders aussieht. Jeder Baustein bringt seine Abstände selbst mit.
Einmal eingeben, mehrfach verwenden. Eine Referenz oder ein Beitrag wird einmal angelegt. Die Übersicht auf der Startseite holt sich Titel, Bild und Kurztext von dort. Wer den Titel ändert, ändert ihn überall.
Weniger Optionen sind besser. Jedes zusätzliche Feld „Farbe wählen“ ist eine Gelegenheit, das Design aus Versehen zu zerlegen. Wir geben nur die Wahl, die inhaltlich etwas bedeutet.
Entwurf und Veröffentlichung
In Storyblok hat jeder Inhalt zwei Stände: einen Entwurf und eine veröffentlichte Fassung. Was Sie speichern, landet zunächst im Entwurf. Sie sehen es in der Vorschau, Ihre Besucher sehen es noch nicht. Erst mit „Veröffentlichen“ geht die Änderung online.
Das klingt selbstverständlich, verändert aber die Arbeitsweise. Größere Umbauten bereiten wir komplett als Entwurf vor, lassen sie vom Kunden in der Vorschau prüfen und veröffentlichen erst, wenn alles passt. Bevor wir Inhalte per Skript ändern, sichern wir den bisherigen Stand.
Einen Stolperstein gibt es: Hängt eine Änderung an mehreren Inhalten, etwa eine neue Seite und der dazugehörige Menüpunkt, müssen beide veröffentlicht werden. Sonst zeigt das Menü auf eine Seite, die es öffentlich noch nicht gibt. Das erklären wir bei der Einschulung gleich mit.
Der eigentliche Wert entsteht nicht im CMS, sondern im Aufbau davor: in einem durchdachten Set an Bausteinen, das zur Website passt.
Stefan PeyrederCo-FounderWo Storyblok seine Stärken ausspielt
Am meisten bringt Storyblok bei Websites, die oft geändert werden und an denen mehrere Personen arbeiten. Die P·S·P GmbH ist dafür ein gutes Beispiel. Versicherungsthemen sind komplex, die Angebote ändern sich. Das Team pflegt neue Leistungen selbst ein, ohne dass die Struktur der Seite darunter leidet.
Weitere Fälle, in denen wir Storyblok empfehlen:
Websites in mehreren Sprachen, bei denen die Übersetzungen nebeneinander gepflegt werden
Inhalte, die an mehreren Stellen auftauchen, etwa Referenzen, Veranstaltungen oder Produkte
Teams, die neue Seiten selbst aufbauen wollen, ohne dass das Design dabei ausfranst
Projekte, bei denen dieselben Inhalte später auch in eine App oder ein anderes System fließen sollen
Wann es zu viel ist
Für eine kleine Website, die sich zweimal im Jahr ändert, brauchen Sie Storyblok nicht. Ein Handwerksbetrieb mit fünf Seiten nutzt die Stärken des Systems kaum. Dafür kommen ein eigener Vertrag mit Storyblok dazu, ein eigenes Frontend und ein höherer Aufwand bei der Entwicklung. Ein schlankes System oder eine einfache WordPress-Seite ist hier oft die vernünftigere Wahl. Das sagen wir im Erstgespräch auch so.
Ein zweiter Punkt ist die Abhängigkeit von einem Dienst. Ihre Inhalte liegen bei Storyblok, nicht auf einem eigenen Server. Für die meisten unserer Kunden ist das ein Vorteil, weil sie sich um nichts kümmern müssen. Wer seine Daten unbedingt im eigenen Haus haben will, ist mit einem selbst betriebenen System besser bedient.
Unser Fazit
Storyblok ist kein Selbstzweck. Es lohnt sich dort, wo Menschen regelmäßig Inhalte pflegen und dabei nichts kaputt machen sollen. Entscheidend ist ein durchdachtes Set an Bausteinen, das zur Website passt. Ein Blick auf die Website der P·S·P GmbH zeigt, wie das im Alltag aussieht.
Wenn Sie wissen wollen, ob Storyblok zu Ihrem Vorhaben passt, finden Sie unter Webdesign & Entwicklung, wie wir solche Projekte angehen.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Kann ich in Storyblok selbst neue Seiten anlegen?
Ja. Sie legen eine Seite an und setzen sie aus den Bausteinen zusammen, die wir für Ihre Website gebaut haben. Aussehen und Abstände regeln die Bausteine selbst, Sie kümmern sich nur um Text und Bild.
Brauche ich technische Kenntnisse, um Storyblok zu bedienen?
Nein. Wer eine E-Mail mit Bild verschicken kann, findet sich im Visual Editor nach einer kurzen Einschulung zurecht. Wir zeigen Ihnen beim Go-live an Ihrer eigenen Website, wie Sie Inhalte ändern und veröffentlichen.
Was passiert mit meinen Inhalten, wenn ich Storyblok nicht mehr nutzen will?
Die Inhalte liegen in Storyblok strukturiert vor, also als Felder statt als fertige Seiten. Sie lassen sich über die Schnittstelle vollständig auslesen. Ein späterer Umzug in ein anderes System ist damit Arbeit, aber planbar.
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